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nur der Grad der Belastung ist unterschiedlich. Aus einer nicht erkannten Belastung kann dann, eventuell, oft über Jahre, eine posttraumatische Belastungsstörung entstehen.
Selbstverständlich muss gesagt werden, dass nicht jede Soldatin, und nicht jeder Soldat seelisch erkrankt aus dem Einsatz zurückkehrt. Es sollen auch nicht Angst und Schrecken für die Angehörigen verbreitet werden, aber man sollte vorbereitet sein.
Ich wiederhole so oft den Satz, den mir ein Soldat einmal gesagt hat: „Du musst dieses Land sehen, fühlen, riechen, schmecken!“
In dieser Aussage steht für mich zu recht: „Ihr hier, in Deutschland, könnt noch nicht einmal erahnen, was es bedeutet 4 Monate und länger im Einsatz zu sein.“
Ich denke die schlimmste Frage, die Sie einem Rückkehrer stellen können ist: „Na, wie war es denn in Afghanistan?“
Aber auch ich habe diese Frage nach dem ersten Einsatz meines Sohnes so ungefähr gestellt. Weil ich keine Ahnung hatte. Im Rückblick gesehen habe ich so gedacht wie noch viele heute, die sind Soldaten, das ist ihr Beruf, sie sind dafür ausgebildet.
Doch, wenn ich eines im Leben gelernt habe, alles was aus Bequemlichkeit weg geschoben wird, womit man sich nicht wirklich befassen will, aus dem eigenen Schutz heraus verdrängt wird, sendet das Leben wieder an einen zurück. Oft in schlimmerer Form, als wenn man das Thema gleich angegangen wäre.
Die Soldaten wollen ihre Familien schonen, das wird ihnen auch in der Ausbildung zum Einsatz beigebracht. Scharfschützen beispielsweise lernen in ihrer Ausbildung einen besonderen Umgang mit Ängsten und Emotionen. Wichtig für das eigene Überleben, kann sich aber in sozialen Beziehungen als belastend auswirken.
Kinder der Einsatzsoldaten werden bereits durch die lange Abwesenheit der Mutter/des Vaters psychisch belastet, je nach Alter und damit Wahrnehmung, auch durch Gedanken um Verletzung und Tod des Elternteils. Das kann sich über Versagen in der Schule, Schlafstörungen, Bereitschaft zur Gewalt äußern. Aus Amerika gibt es hierüber Studien mait Kindern von Soldaten, die im Irak und in Afghanistan im Einsatz waren.
Fragen, die mir oft von betroffenen Familienangehörigen gestellt werden, fasse ich hier zusammen und versuche Antworten zu geben, die Ihnen weiter helfen könnten: