Gästebuch von PTBS Eisblume

Kommentar von Nadine |

Liebe Frau Klimkiewicz,

ich selbst bin 2011 an einer Ptbs erkrankt ,welche jedoch erst vor kurzem diagnostiziert wurde. Auch wenn ich keine Soldatin bin, habe ich eine lange Zeit
Versucht zu verstehen was mit mir los ist und bin nach der Diagnostik Ptbs in ein tiefes schwarzes Loch gefallen. Kontakte zur Familie besteht nicht mehr und bin sozusagen mit meinen zwei Kindern alleine auf der Welt und kämpfe jeden Tag. Das Interview mit Ihnen auf dem Sender KenFM hat mir sehr sehr geholfen mein erlebtes und meine seelische Erkrankung wahrzunehmen und als das zu akzeptieren was es eben ist und mache schon wesentliche Fortschritte.
Vielen Dank für alles!

Ich danke Ihnen für diese Rückmeldung, weil es so wichtig für mein Engagement ist! Sollten Sie ein Gespräch wünschen, bin ich gerne für Sie da. Dieses Interview ist für mich so lange her, dass es mich berührt, dass Sie jetzt dazu einen Kommentar schreiben.

Herzliche Grüße

Ihre Birgit Klimkiewicz

 

 

 

Kommentar von Melanie |

Hallo liebes Eisblumen-Team,

ich habe auch eine Beziehung mit einem ehemaligen Soldaten der unter den Erinnerungen seines Einsatzes leidet. Er stößt mich von sich weg und lässt mich auch nicht mehr an mich ran. Er möchte jetzt acht Wochen nachdem er sich im Kurzschluss trennte gerne mit mir reden und mir erklären was mit ihm los war. Die Beziehung war perfekt und wir waren sehr glücklich. Eines Tages kam wie aus der Pistole geschossen, dass er das alles nicht mehr kann und ich bin nach mehreren Versuchen den wahren Grund zu erfahren gegangen. Nun bin ich an einem Punkt wo ich merke dass mir das alles sehr zusetzt und ich sehr fertig bin. Ich schlafe mit diesen Gedanken an ihn und wie ich ihm helfen kann ein und wache damit auf. Er verriet mir drei Wochen nach der Trennung das bei ihm Dinge vom Einsatz wieder hochkommen. Deshalb hatte er die Beziehung beendet. Wie reagiert man in so einem Gespräch? ich liebe ihn und ich würde gerne für ihn da sein und wieder mit ihm zusammen kommen. ich weiß allerdings nicht was ich tun soll wenn wir aufeinander treffen? Drängt man einen solchen Menschen in die Ecke wenn man ihm zu viele direkte Fragen stellt? Sollte ich die Trennung akzeptieren und nicht mehr kämpfen? Er ist sehr kühl und verletzend seit dem Tag und blockt vieles auf verletzende Art und Weise ab. Ich weiß dass er noch Gefühle hat und ich weiß wie glücklich wir waren. Es passte einfach alles und seitdem er nicht mehr bei mir ist bricht jeden Tag ein Stück mehr meiner schönen heilen Welt auseinander. Ich würde mir wünschen dass ich ihm das alles verzeihen kann und ihn verstehen kann aber er redet nicht wirklich mit mir. Wie soll ich an dieses Gespräch was er jetzt mit mir führen möchte ran gehen? Ich würde mich über Kontakt und Hilfe wirklich freuen.

Vielen Dank

Eisblume hat Kontakt aufgenommen

Kommentar von oli |

Liebe Frau Klimkiewicz,
ich wollte mich ganz herzlich bei Ihnen für das lange Telefonat bedanken!!! Sie haben mir das Gefühl gegeben, dass ich mit meinem Problem nicht alleine bin und dass soviel andere Familien von dieser furchtbaren Krankheit auch betroffen sind.
Ich hoffe so sehr, dass mein Mann endlich einsieht,dass er Hilfe braucht... es gibt ein Leben nach dieser Krankheit... nur der Weg der Genesung ist so furchtbar schwer.
Es ist so schön, dass es Eisblume gibt und die Angehörigen einen Ansprechpartner haben. Durch Sie habe ich wieder Hoffnung geschöpft.. ich danke Ihnen dafür von Herzen. Machen Sie weiter so!!!

Vielen Dank!

Wenn Ihr Mann Hilfe annehmen möchte, und wir ihn und Sie dabei unterstützen können, sind wir gerne für Sie da!

Birgit Klimkiewicz

Eisblume

Kommentar von Marleen |

Hallo liebes Eisblume Team,

ich habe hiere eure Einträge gelesen und muss sagen es berührt mich zu sehen das ich nicht alleine bin.
Ich bin die Ehefrau eines ehemaligen Soldaten der mehrfach in Afghanistan war.
Auch bei uns war es so das er (und so habe ich das Gefühl ) nie zurück gekommen ist aus diesem Land.
Anfangs dachte ich das legt sich und auch ich war in seinem letzten Einsatz schwanger.
Unsere jüngste Tochter wurde 2005 geboren.
Er kam heim und war irgendwie verändert, ich muss dazu sagen 2005 ist auch meine geliebte mamma verstorben mit nur 48 Jahren ...
Er war im Einsatz und wollte heim kommen deswegen aber ich sagte ihm das er nicht braucht.
Die Momente in denen er launisch und aggressiv wurde sind und waren in meinem Augen lapalien.
Doch die Abstände zu dessen Stimmungsschwankungen wurden immer kürzer , dann verstarb mein Schwiegervater und das hat ihn sehr aus der Bahn geworfen.
Ich konnte mit der gesamten Situation nicht mehr umgehen und trennte mich von ihm.
Er trank nur noch ohne Punkt und komma.
In der Hoffnung dasvwur es wieder in den griff bekommen haben wir einen Neuanfang gewählt, das ganze ist jetzt 6 Jahre her und nun habe ich das Gefühl das genau diese Dinge wieder hochkommen.
Er sagt nach wie vor er braucht keine Hilfe aber ich und seine Freunde versuchen ihm klar zu machen das er Hilfe braucht.
Keine Chance!

Ich weiss nicht was ich machen soll seine Stimmungsschwankungen sein trinken ohne Punkt und komma werden wieder mehr....
Er kann schlecht schlafen und ist sehr schnell genervt und gereizt von kleinen Dingen.
Wir meine Kinder und ich lieben ihn und wollen ihn nicht aufgeben aber die Kräfte schwinden.

Bitte helft uns, was kann ich / können wie tun?
LG Marleen

Eisblume hat Kontakt aufgenommen!

Kommentar von Denise |

Hallo Herr Kröger,

danke für Ihre Worte. Wir werden auch weiterhin viel Kraft brauchen, da seine Schutzfrist abgelehnt wurde. Die Bundeswehr erkennt somit seine Krankheit nicht offiziell an und ist der sogar Meinung, wenn er es nicht schon im Einsatz gemerkt hat, so können sie sich nicht vorstellen das er aufgrund des Einsatzes erkrankt ist.
Meine Frage ist nun: was sollen wir tun? Widerspruch einreichen oder sollen wir uns einen Anwalt nehmen? Wir können alles schriftlich belegen, das er aufgrund des Einsatzes krank geworden ist. Wie können die dann behaupten, es sei nicht so?!

Liebe Grüße