Gästebuch von PTBS Eisblume

Kommentar von Steffi |

Hallo zusammen,

ich bin erst vor Kurzem auf diese Seite gestoßen und finde es toll, dass es Sie gibt, auch wenn es für mich leider zu spät kommt. Ich habe bis vor Kurzem mit einem ehemaligen Soldaten in einer Fernbeziehung gelebt. Er war mehrfach im Einsatz und leidet an einer PTBS. Ich habe alles versucht, um da zu sein, aber am Ende musste ich die Beziehung beenden, um nicht selbst krank zu werden und das, obwohl ich ihn liebe. Neben der Symptome hatte er heftige weitere Probleme, nachdem er lange fast isoliert gelebt hat und quasi auf nichts mehr reagiert hat. Dies führte zum Abstellen von Strom und Wasser bis hin zur Zwangsräumung. Ich habe für ihn Kontakt zum BDV hergestellt, aber im Zuge der Ereignisse war das Misstrauen so groß, dass er den Weg nicht gehen konnte bzw. aktuell nicht gehen kann. Stattdessen ist er auch noch in falsche Kreise abgerutscht inkl. Drogen und hat sich immer mehr distanziert, am Ende kaum noch reagiert und auf Hilfsangebote meinerseits teilweise sogar wütend reagiert. Da ich auch eine 4 jährige Tochter habe und zunehmend nicht mehr konnte, musste ich am Ende diesen Schritt gehen. Ich hoffe, dass er vielleicht irgendwann selbst die notwendigen Schritte gehen kann und es vielleicht eine 2. Chance für uns gibt.

Danke für Eure wertvolle Arbeit. Es war auch eine Entlastung für mich, die Beiträge zu lesen, weil ich immer das Gefühl hatte, ich mache etwas falsch oder noch nicht genug.

Alles Gute für alle, Steffi

Kommentar von Katrin |

Hallo Tina,
ich kann sehr gut verstehen was Du durchmachst. Es ist viel passsiert in der Zwischenzeit bei uns. Ich habe den Kampf leider verloren und eine Trennung war unumgänglich. Du kannst Dich aber trotzdem gerne mit mir in Verbindung setzen wenn Du möchtest :-). Eisblume wird Dir meine Kontaktdaten zukommen lassen.

Liebe Grüße und viel Kraft an alle die selbst unter der Krankheit leiden oder Angehörige haben.

Katrin

Kommentar von Tina |

Liebes Eisblume-Team,

ja genau den Eintrag von April 2015 meinte ich. Ich dachte Sie sind eine Anlaufstelle ausschliesslich fuer die Angehoerigen Deutscher Soldaten. Wenn das nicht so ist, dann wuerde ich mich ueber eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Vielen Dank,
Tina

Das ist so korrekt, jedoch versuchen wir den Angehörigen, die ja nicht an den Dienstherrn, und damit an die Nationalität und Zugehörigkeit gebunden sind, in soweit Unterstützung zu bieten wie es möglich ist. Irgendwo,irgendwie gibt es immer einen Weg zur Hilfe!Lachend

Eisblume

 

 

Kommentar von Tina |

Hallo Katrin,
Ich bin auch mit einem US Soldaten verheiratet seit 4Jahren und seit 5Jahren kenne ich ihn. Er war seit ich ihn kenne 2mal im Einsatz und davor 6 mal u.a. Afgahnistan und auch bei der Irak Invasion. Vor 3,5Jahren habe ich angefangen zu merken dass etwas nicht stimmt, aber er hat hilfestellungen von mir koninuierlich abgelehnt. Ich war Mitte letzten JAhres dann total verzweifelt, weil ich einfach nicht verstanden habe was mit ihm los ist, ich dachte immer es liegt an mir, ich bin Schuld. Schuld an seinen jaehen Wutanfaellen, Schuld an seinem Alkoholkonsum. Als er im November endlich in Behandlung gekommen ist, fiel es mir bei der Diagnose PTSD wie Schuppen von den Augen. Er ist seit November im Out Patient Programm. Aber er sagt es hilft ihm nicht, er will nun auch nach Landstuhl gehen fuer eine stationaere Behandlung. Ich finde das sehr gut und bin stolz auf ihn, dass er es erkannt hat dass es wichtig waere diesen Schritt zu gehen. Er leidet unter seinem Zustadn sehr, u.a. plagen ihn: Schlafstoerungen, Schlaf Apnoe, Angstzustaende, Depression. Es tut mir weh ihn so leiden zu sehen. Ich will ihn weiterhin unterstuetzen, aber es kostet so viel Kraft. Ich bin nun aus dem Beduerfnis heraus auch mir Hilfe und Besitand zu finde auf diese Seite gestossen. Ich habe das GEfuehl es taete gut mit Menschen zu reden die aehnliches erlebt haben, durchmachen und durchgemacht haben. Ich merke wie mir langsam die Kraft ausgeht nach all den Jahren der ohnmaechtigleit und des ueberfordert seins, stark seins etc. Ich arbeite auch Vollzeit in einem sehr anspruchsvollen und fordernden Berufs und habe zum Glueck noch keine Kinder, da ich nicht wuesste wo ich diese Kraft noch hernehmen sollte. Ich wuerde mich ueber eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Liebe Gruesse, Tina

Liebe Ehefrauen, liebe Partnerinnen

Sie wissen, dass Sie immer die Möglichkeit haben sich an Eisblume für ein persönliche Gespräch zu wenden.

Wir freuen uns, dass Sie sich untreinander autauschen möchten und fördern dies sehr gern.

Gemeint ist wohl der Kommentar von Katrin im April 2015!

Ihr Eisblumen Team

Kommentar von Marie |

Hallo zusammen.
Mein Partner War mittlerweile schon fünf mal im Ausland und leidet seit dem an PTBS. Er ist nun auch schon zum zweiten Mal in einer Klinik und wird morgen entlassen.
Manchmal merkt man ihm überhaupt nicht an was er erlebt hat doch wenn er seine, ich nenne es mal Phasen hat sieht es ganz anders.
Dort wird er auf einmal komplett kalt und bekommt totale Ängste. Er hat Ängste so etwas noch mal zu erleben und fängt an an allem zu zweifeln. Egal ob es unsere Beziehung ist oder andere Dinge in seinem Leben. Er fängt an über sich selber total schlecht zu reden und steigert sich dabei immer mehr rein. Ich versuche ihm so gut wie ich kann zu helfen und ihm seine Ängste zu nehmen doch manchmal ist es nicht gerade einfach. Bevor wir zusammen kamen ist er durch das ganze auch auf die falsche Schiene geraten und ist in die Drogenszene abgedriftet, was auch einer der Gründe für die jetzige Klinik ist.
Gibt es unter euch ähnliche Vorfälle ?
liebe grüße Marie

Eisblume hat Kontakt aufgenommen