Gästebuch von PTBS Eisblume

Kommentar von Tina |

Hallo Katrin,
Ich bin auch mit einem US Soldaten verheiratet seit 4Jahren und seit 5Jahren kenne ich ihn. Er war seit ich ihn kenne 2mal im Einsatz und davor 6 mal u.a. Afgahnistan und auch bei der Irak Invasion. Vor 3,5Jahren habe ich angefangen zu merken dass etwas nicht stimmt, aber er hat hilfestellungen von mir koninuierlich abgelehnt. Ich war Mitte letzten JAhres dann total verzweifelt, weil ich einfach nicht verstanden habe was mit ihm los ist, ich dachte immer es liegt an mir, ich bin Schuld. Schuld an seinen jaehen Wutanfaellen, Schuld an seinem Alkoholkonsum. Als er im November endlich in Behandlung gekommen ist, fiel es mir bei der Diagnose PTSD wie Schuppen von den Augen. Er ist seit November im Out Patient Programm. Aber er sagt es hilft ihm nicht, er will nun auch nach Landstuhl gehen fuer eine stationaere Behandlung. Ich finde das sehr gut und bin stolz auf ihn, dass er es erkannt hat dass es wichtig waere diesen Schritt zu gehen. Er leidet unter seinem Zustadn sehr, u.a. plagen ihn: Schlafstoerungen, Schlaf Apnoe, Angstzustaende, Depression. Es tut mir weh ihn so leiden zu sehen. Ich will ihn weiterhin unterstuetzen, aber es kostet so viel Kraft. Ich bin nun aus dem Beduerfnis heraus auch mir Hilfe und Besitand zu finde auf diese Seite gestossen. Ich habe das GEfuehl es taete gut mit Menschen zu reden die aehnliches erlebt haben, durchmachen und durchgemacht haben. Ich merke wie mir langsam die Kraft ausgeht nach all den Jahren der ohnmaechtigleit und des ueberfordert seins, stark seins etc. Ich arbeite auch Vollzeit in einem sehr anspruchsvollen und fordernden Berufs und habe zum Glueck noch keine Kinder, da ich nicht wuesste wo ich diese Kraft noch hernehmen sollte. Ich wuerde mich ueber eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Liebe Gruesse, Tina

Liebe Ehefrauen, liebe Partnerinnen

Sie wissen, dass Sie immer die Möglichkeit haben sich an Eisblume für ein persönliche Gespräch zu wenden.

Wir freuen uns, dass Sie sich untreinander autauschen möchten und fördern dies sehr gern.

Gemeint ist wohl der Kommentar von Katrin im April 2015!

Ihr Eisblumen Team

Kommentar von Marie |

Hallo zusammen.
Mein Partner War mittlerweile schon fünf mal im Ausland und leidet seit dem an PTBS. Er ist nun auch schon zum zweiten Mal in einer Klinik und wird morgen entlassen.
Manchmal merkt man ihm überhaupt nicht an was er erlebt hat doch wenn er seine, ich nenne es mal Phasen hat sieht es ganz anders.
Dort wird er auf einmal komplett kalt und bekommt totale Ängste. Er hat Ängste so etwas noch mal zu erleben und fängt an an allem zu zweifeln. Egal ob es unsere Beziehung ist oder andere Dinge in seinem Leben. Er fängt an über sich selber total schlecht zu reden und steigert sich dabei immer mehr rein. Ich versuche ihm so gut wie ich kann zu helfen und ihm seine Ängste zu nehmen doch manchmal ist es nicht gerade einfach. Bevor wir zusammen kamen ist er durch das ganze auch auf die falsche Schiene geraten und ist in die Drogenszene abgedriftet, was auch einer der Gründe für die jetzige Klinik ist.
Gibt es unter euch ähnliche Vorfälle ?
liebe grüße Marie

Eisblume hat Kontakt aufgenommen

Kommentar von Nadine |

Liebe Frau Klimkiewicz,

ich selbst bin 2011 an einer Ptbs erkrankt ,welche jedoch erst vor kurzem diagnostiziert wurde. Auch wenn ich keine Soldatin bin, habe ich eine lange Zeit
Versucht zu verstehen was mit mir los ist und bin nach der Diagnostik Ptbs in ein tiefes schwarzes Loch gefallen. Kontakte zur Familie besteht nicht mehr und bin sozusagen mit meinen zwei Kindern alleine auf der Welt und kämpfe jeden Tag. Das Interview mit Ihnen auf dem Sender KenFM hat mir sehr sehr geholfen mein erlebtes und meine seelische Erkrankung wahrzunehmen und als das zu akzeptieren was es eben ist und mache schon wesentliche Fortschritte.
Vielen Dank für alles!

Ich danke Ihnen für diese Rückmeldung, weil es so wichtig für mein Engagement ist! Sollten Sie ein Gespräch wünschen, bin ich gerne für Sie da. Dieses Interview ist für mich so lange her, dass es mich berührt, dass Sie jetzt dazu einen Kommentar schreiben.

Herzliche Grüße

Ihre Birgit Klimkiewicz

 

 

 

Kommentar von Melanie |

Hallo liebes Eisblumen-Team,

ich habe auch eine Beziehung mit einem ehemaligen Soldaten der unter den Erinnerungen seines Einsatzes leidet. Er stößt mich von sich weg und lässt mich auch nicht mehr an mich ran. Er möchte jetzt acht Wochen nachdem er sich im Kurzschluss trennte gerne mit mir reden und mir erklären was mit ihm los war. Die Beziehung war perfekt und wir waren sehr glücklich. Eines Tages kam wie aus der Pistole geschossen, dass er das alles nicht mehr kann und ich bin nach mehreren Versuchen den wahren Grund zu erfahren gegangen. Nun bin ich an einem Punkt wo ich merke dass mir das alles sehr zusetzt und ich sehr fertig bin. Ich schlafe mit diesen Gedanken an ihn und wie ich ihm helfen kann ein und wache damit auf. Er verriet mir drei Wochen nach der Trennung das bei ihm Dinge vom Einsatz wieder hochkommen. Deshalb hatte er die Beziehung beendet. Wie reagiert man in so einem Gespräch? ich liebe ihn und ich würde gerne für ihn da sein und wieder mit ihm zusammen kommen. ich weiß allerdings nicht was ich tun soll wenn wir aufeinander treffen? Drängt man einen solchen Menschen in die Ecke wenn man ihm zu viele direkte Fragen stellt? Sollte ich die Trennung akzeptieren und nicht mehr kämpfen? Er ist sehr kühl und verletzend seit dem Tag und blockt vieles auf verletzende Art und Weise ab. Ich weiß dass er noch Gefühle hat und ich weiß wie glücklich wir waren. Es passte einfach alles und seitdem er nicht mehr bei mir ist bricht jeden Tag ein Stück mehr meiner schönen heilen Welt auseinander. Ich würde mir wünschen dass ich ihm das alles verzeihen kann und ihn verstehen kann aber er redet nicht wirklich mit mir. Wie soll ich an dieses Gespräch was er jetzt mit mir führen möchte ran gehen? Ich würde mich über Kontakt und Hilfe wirklich freuen.

Vielen Dank

Eisblume hat Kontakt aufgenommen

Kommentar von oli |

Liebe Frau Klimkiewicz,
ich wollte mich ganz herzlich bei Ihnen für das lange Telefonat bedanken!!! Sie haben mir das Gefühl gegeben, dass ich mit meinem Problem nicht alleine bin und dass soviel andere Familien von dieser furchtbaren Krankheit auch betroffen sind.
Ich hoffe so sehr, dass mein Mann endlich einsieht,dass er Hilfe braucht... es gibt ein Leben nach dieser Krankheit... nur der Weg der Genesung ist so furchtbar schwer.
Es ist so schön, dass es Eisblume gibt und die Angehörigen einen Ansprechpartner haben. Durch Sie habe ich wieder Hoffnung geschöpft.. ich danke Ihnen dafür von Herzen. Machen Sie weiter so!!!

Vielen Dank!

Wenn Ihr Mann Hilfe annehmen möchte, und wir ihn und Sie dabei unterstützen können, sind wir gerne für Sie da!

Birgit Klimkiewicz

Eisblume