Gästebuch von PTBS Eisblume

Kommentar von Lilli |

Hallo zusammen.
2011 bin ich nach einem bewaffneten Raubüberfall an Ptbs erkrankt. Es hat mich 1 1/2 Jahre meines Lebens gekostet. Sie fehlen mir. Ich wurde psychologisch betreut und wieder Arbeitsfähig gemacht. Nur Arbeitsfähig nicht Lebenfähig. Nach dem ich begriffen habe, wenn ich nichts tue, geht mein Leben, meine Familie und meine Ehe den Bach runter. Die Arbeit habe ich ja schon wechseln müssen und ich bin nur unter bestimmten räumlichen Bedingungen in der Lage zu arbeiten. Nach langem Suchen und kämpfen mit der BG ( ich galt als austherapiert) kam ich 2015 zu Dr. Kröger. Das beste was mir in meiner Situation passieren konnte. Ich kann wieder nach vorne schauen und habe Freude am Leben. Es ist nicht immer einfach. Die Angst in bestimmte Verhaltensmuster zurück zu fallen ist immer präsent. Ich bin auch sauer über den Täter, dass er mir Jahre meines Lebens gestohlen hat. Er hat aus mir eine andere Person gemacht. Dagegen anzukämpfen ist oft sehr schwer. Aber das wichtigste ist, ich habe eine super Familie einen sehr tollen Ehemann. Ihm habe ich bestimmt so manches mal das Leben sehr schwer gemacht. Mein Leben ist nicht mehr so perfekt aber ein gutes Leben. Es lohnt sich zu kämpfen.
Danke an Dr. Kröger, der immer bei mir am Ball geblieben ist.

Kommentar von Sedef Firtina |

Als der erste Schock nach dem Überfall im Geschäft, in der ich arbeite vorbei war, wendete ich mich in meiner Verzweiflung an den weissen Ring. Dann ging alles ganz schnell. Bereits 4 Tage später saß ich schon im Therapiezimmer von Herrn Dr. Kröger. Die ersten 3 Sizungen waren anstrengend und erleichternd zugleich; die darauf folgenden stabilisierend und aufbauend, so würde ich es als Betroffene beschreiben. Ich bin dankbar und froh, dass ich diese Hilfe bei Dr. Kröger bekam. Heute kann ich wieder optimistisch in die Zukunft schauen und habe meine Ängste weitesgehend abgebaut. Auch meine arbeit macht mir wieder Spass.

Kommentar von Steffi |

Hallo zusammen,

ich bin erst vor Kurzem auf diese Seite gestoßen und finde es toll, dass es Sie gibt, auch wenn es für mich leider zu spät kommt. Ich habe bis vor Kurzem mit einem ehemaligen Soldaten in einer Fernbeziehung gelebt. Er war mehrfach im Einsatz und leidet an einer PTBS. Ich habe alles versucht, um da zu sein, aber am Ende musste ich die Beziehung beenden, um nicht selbst krank zu werden und das, obwohl ich ihn liebe. Neben der Symptome hatte er heftige weitere Probleme, nachdem er lange fast isoliert gelebt hat und quasi auf nichts mehr reagiert hat. Dies führte zum Abstellen von Strom und Wasser bis hin zur Zwangsräumung. Ich habe für ihn Kontakt zum BDV hergestellt, aber im Zuge der Ereignisse war das Misstrauen so groß, dass er den Weg nicht gehen konnte bzw. aktuell nicht gehen kann. Stattdessen ist er auch noch in falsche Kreise abgerutscht inkl. Drogen und hat sich immer mehr distanziert, am Ende kaum noch reagiert und auf Hilfsangebote meinerseits teilweise sogar wütend reagiert. Da ich auch eine 4 jährige Tochter habe und zunehmend nicht mehr konnte, musste ich am Ende diesen Schritt gehen. Ich hoffe, dass er vielleicht irgendwann selbst die notwendigen Schritte gehen kann und es vielleicht eine 2. Chance für uns gibt.

Danke für Eure wertvolle Arbeit. Es war auch eine Entlastung für mich, die Beiträge zu lesen, weil ich immer das Gefühl hatte, ich mache etwas falsch oder noch nicht genug.

Alles Gute für alle, Steffi

Kommentar von Katrin |

Hallo Tina,
ich kann sehr gut verstehen was Du durchmachst. Es ist viel passsiert in der Zwischenzeit bei uns. Ich habe den Kampf leider verloren und eine Trennung war unumgänglich. Du kannst Dich aber trotzdem gerne mit mir in Verbindung setzen wenn Du möchtest :-). Eisblume wird Dir meine Kontaktdaten zukommen lassen.

Liebe Grüße und viel Kraft an alle die selbst unter der Krankheit leiden oder Angehörige haben.

Katrin

Kommentar von Tina |

Liebes Eisblume-Team,

ja genau den Eintrag von April 2015 meinte ich. Ich dachte Sie sind eine Anlaufstelle ausschliesslich fuer die Angehoerigen Deutscher Soldaten. Wenn das nicht so ist, dann wuerde ich mich ueber eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Vielen Dank,
Tina

Das ist so korrekt, jedoch versuchen wir den Angehörigen, die ja nicht an den Dienstherrn, und damit an die Nationalität und Zugehörigkeit gebunden sind, in soweit Unterstützung zu bieten wie es möglich ist. Irgendwo,irgendwie gibt es immer einen Weg zur Hilfe!Lachend

Eisblume