Gästebuch von PTBS Eisblume

Liebe Besucher,
aufgrund erhöhtem Spamaufkommen, wurde die Kommentarfunktion vorübergehend deaktiviert.
Wenn Sie uns einen Kommentar im Gästebuch hinterlassen möchten, senden Sie uns Ihre Nachricht einfach über das Kontaktformular mit dem Vermerk „Gästebucheintrag“.

Herzlichst Ihre Birgit Klimkiewicz

Kommentar von Eine Ehefrau |

Lieber "ein Soldat",

wir schaffen das!!! Ich liebe dich von ganzem Herzen...

Eine Ehefrau

Kommentar von "Eisblume" |

Liebe(r) Soldaten, Soldat,

zunächst einmal möchte ich den Soldaten, die Einträge in mein Gästebuch machen, von Herzen danken. Es ist ein gutes Gefühl auch Ihr Vertrauen zu haben. Geben Sie dieses bitte an Ihre Angehörigen weiter.
Jetzt aber zum Beitrag des Soldaten vom 21.03.2011. Sie haben mich zu Tränen gerührt. Und nicht nur mich.
Ihr "Aufschrei" hat uns erreicht. Die Liebeserkärung an Ihre Frau hat uns erreicht.
Sie sind ein starker, mutiger Soldat. Nicht Sie sind schwach, sondern das System, dass der Fürsorge für unsere Soldaten und ihren Familien nachkommen soll, ist schwach.
Wo steht geschrieben, dass jeder eine verletzbare Seele haben darf, nur der Sodat nicht?!
Die Seele macht erst das Idividuum Mensch aus, und Gott sei Dank, unsere Soldaten haben eine Seele.
Weil sie verantwortungsbewußt ihren Beruf erfüllen. Das allein reicht, um stolz auf alle Soldaten zu sein.
Danke für Ihre Unterstützung, die ich dringend brauche, um diesen schwierigen Weg weiter zu gehen.
Dank an die, die an meiner Seite stehen, allein schaffe ich es nicht.
Ihre Birgit Klimkiewicz

Kommentar von Ein Soldat |

Seit mehr als 24 Jahren diene ich meinem Land. Als ich vor vielen Jahren meinen „Vertrag unterschrieb“ dachte wohl niemand wie alles mal kommen würde.

Wo stehe ich jetzt? Vor Sorgen, Trauer, Einsamkeit zu zweit, Hilflosigkeit und zu oft vor Leere. Ein ständiges Auf und Ab von Gefühlen.
Ich sehe wie sehr meine Frau leidet, ich sehe wie sehr sie kämpft um mich, um unsere Liebe und Ehe.
Ich schaffe es kaum mir selbst die Kraft zum durchhalten zu geben. Jeden verdammten Tag werde ich mehr und mehr zum „Schauspieler“, versuche mir, ihr und uns das Gefühl zu geben als ginge es mir „heute“ gut. Ich war mal ein starker und mutiger Mann, konnte meiner Frau die starke Schulter anbieten. Nun bin ich schwach und hilflos.
Jede Nacht liegt sie neben mir, sieht wie ich leide, hört meine lauten und stummen Schreie.
Sie weiß, dass ich träume und wieder „dort“ bin.

Ich sehe wieder Massengräber, sehe zerfetzte Kinderkörper, stehe im Schusswechsel, sehe verbrannte Leiber, sehe Kinder in meinen Armen sterben, sehe Kameraden sterben.

Meine Frau kennt kaum etwas von all diesen erlebten Dingen. Ich kann einfach noch nicht darüber reden. Ich empfinde Scham, Schuldgefühle und Hass…..zu oft auch für mich. Ich kann mich weder ihr, noch sonst irgendjemanden voll und ganz anvertrauen.

Ich leide unter PTBS und laufe seit zwei Jahren zur Therapie. Doch die einzige Therapie die wirklich hilft, ist der Rückhalt. Der Rückhalt hier in Deutschland, der Rückhalt meiner Frau.

Ich möchte auf diesem Wege ein DANKE sagen, ich danke meiner wundervollen Frau für ihren Kampf um mich, um uns und unsere Liebe.

Besonders durch Menschen wie Sie Frau Birgit Klimkiewicz gibt es einen Funken Hoffung auf Hilfe und Kraft für unsere Angehörigen. Sie waren in vielen Stunden für meine Frau da und gaben ihr wieder Kraft, Mut und Hoffnung, wenn ich wieder zu schwach war um alles um mich herum zu ertragen.

Frau Klimkiewicz machen Sie so weiter, durch ihre Organisation helfen Sie unseren Angehörigen und somit auch uns Soldaten.

Leider kann ich mein Gefühl nur mit einem Wort ausdrücken, aber ich denke Sie wissen wie viel es Wert ist. Danke!

Gruß
Ein Soldat

Kommentar von Uwe Folkers |

Sehr geehrte Frau Birgit Klimkiewicz,

auch ich bin Soldat und zur Zeit wieder weit weg von zu Hause im Einsatz. Ich hoffe das meine Familie und ich Ihre Hilfe nie in Anspruch nehmen müssen. Aber es ist beruhigend zu wissen, das es jemanden gibt, der für die betroffenen da ist.
Es ist schön das es Menschen gibt, die Menschen nicht vergessen, die vergessen werden.
Vielen, vielen Dank.
Des weiteren würde mich die Arbeit in ihrer oder einer anderen PTBS-Initiative sehr interessieren. Vielleicht haben Sie Anschriften im Bundesgebiet. Über eine Nachricht von Ihnen würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Folkers

Kommentar von Birgit Klimkiewicz |

Ich möchte ganz besonders auf den Gästebucheintrag von Frau Sander reagieren. Heute war in Kerpen das Treffen der Angehörigen der Einsatzsoldaten. Es entstand eine emotionale Diskussion über das Empfinden der Angehörigen zu diesem Einsatz in Afghanistan und zu meinem Engagement für die Angehörigen.
Ich möchte darauf nicht näher eingehen, weil dies innerhalb der anwesenden Familien bleiben soll.
Aber ich denke, dass alle verstanden haben, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Ich danke denen, die mir in persönlichen Gesprächen ihr Vertrauen geschenkt haben und möchte Ihnen versichern, dass ich, wenn nötig und gewollt, ich an Ihrer Seite stehe.