Gästebuch von PTBS Eisblume

Kommentar von Hans-Peter Breda |

Hallo liebes Eisblume Team,
vielen Dank für das was ihr macht um erkrankten Menschen zu helfen.Ich bin aktiver Soldat und bin nach vier Einsätzen an PTBS erkrankt.Ich habe mich meiner Meinung nach viel zu spät zu einer Therapie entschieden.Nach 130 Stunden bei einem Psychotherapeuten und einem 3 monatigen Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik, habe ich den Weg zu Dr.Norbert Kroeger in Berlin gefunden.Ich bin so froh darüber das er mir helfen konnte und ich ein fast normales Leben führen kann.Ich wußte nicht mehr was Emotionen sind, er hat mir gezeigt das ich noch so etwas wie Empathie besitze.
Vielen Dank,lieber Dr.Kroeger
Danke für alles.

Danke Ihnen!

Danke Dr. Kröger für die seit nun schon Jahre bestehende Zusammenarbeit und Unterstützung von Eisblume.

Birgit Klimkiewicz

Kommentar von sabrina tischer |

Hallo,

mein Partner oder ex-Partner ist vor ca.5 Jahren an einer PTBS erkrankt bzw.wurde diese dann nach einem langem Kampf im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin festgestellt.
Ca.2 Jahre vorher war er in Kunduz als MG-Schütze und ist dort fast gestorben.
Angefangen hatte es mit Gewalt und Wutausbrüchen, schließlich Depressionen und isolation-jedenfalls von mir.
Nach dem Aufenthalt ging es ihm seit langem besser, er war liebevoll und kam mir wieder unheimlich nahe....
Um es abzu kürzen-ich habe sehr sehr lange, insgesamt 6 Jahre um diesen Menschen gekämpft, bin bei ihm geblieben nach vielen verbalen erniedrigungen, körperlichen Ausbrüchen und absoluter emotionslosigkeit.
Nach den 8 Wochen im KKH ist er nie wieder in Therapie gegangen-nach 5 Jahren bin ich ausgezogen und habe jmd.anderen kennen gelernt-nicht aus liebe, sondern einfach weil mich jmd.in den Arm genommen hat(Bin selber in Therapie gegangen.)
Er wollte mich wieder haben und hat selbst mehere Frauen gehabt, nachdem ich jmd.hatte und rechtfertigt es damit, dass ich ja daran Schuld sei-halt wie immer.
Nach langem hin und her haben wir es vor 5 Monaten nocheinmal versucht-ich dachte immer iwann liebt er mich und erkennt wie sehr ich bei ihm bin-pustekuchen-es ging tatsächlich 3..4 Monate richtig gut-er hatte seine PTBS vielleicht sogar überwunden.
Aber dann ist seine Oma gestorben, der wichtigste Mensch und einzigste innerhalb seiner Familie der ihm Liebe gegeben hat und dann ist seine Katze verschwunden, die ich in Pflege hatte.
Er hat wieder abgenommen, zieht sich zurück, ist sehr schnell agressiv, lässt keine Nähe zu...ich habe das Gefühl er befindet sich wieder dort wo er vor Jahren schon einmal stand-was soll ich tun???
Ich bin so verletzt, dass ich immer allein gelassen werde.
Das letzte Mal haben wir uns vor 11 Tagen gesehen, ersagte: warum kannst du nicht einfach mal hierher kommen, deine Fresse halten und mit mir TV gucken?das ich an allem Chaaos in seinem Leben schuld sei und mich verpissen soll.....Ich wollte nur seine Liebe, seine Nähe, ihm wie all die Jahre eine Stütze sein...Egal was passierete...
In der Vergangenheit hat er mich immer und immer wieder aufgesucht um mir zu erzählen das jetzt alles anders wird und er mich so sehr liebt-warum meldet er sich dann wieder nicht-gehört all das auch zur ptbs-warum komme ich davon so schwer los?

Eisblume hat Kontakt

Kommentar von Wolfshund |

Ich bin nun seit knapp 1 1/2 Jahren mit meinem freund zusammen. Er war vor einigen Jahren in Afghanistan. Wenig bis gar nichts hat er mir darüber erzählt. Ich meinte nur ich bewundere es wie er diese Zeit überstanden hat. Wir führen eine Fernbeziehung und am Anfang waren wir sehr glücklich und er ist häufig zu mir gekommen bis er eines Tages meinte die Fahrerei sei ihm zu stressig. Ich bat ihn Hilfe anzunehmen wegen seiner starken Wutausbrüche. Eines Tages meinte er er hat sich Hilfe geholt. Und vor kurzem hat er mir nun berichtet das bei ihm PTBS festgestellt wurde. Er wollte dann von mir wissen ob ich es aushalten würde wenn wir uns 6-8 Wochen nicht sehen würden. Was ich natürlich mit ja beantwortete. Danach sagte er mir noch wie sehr er mich liebt und an mich denkt. Einen Tag später schreibe ich ihm das ich ihn liebe und fragte ob er mich auch liebt... Dazu war seine Meinung das sein Kopf total leer sei und er das nicht sagen kann und wir abwarten sollten was die Zeit bringt. Nun weiß ich nicht was er wirklich will. Sein Kontakt zu mir ist von jetzt auf gleich total abgekühlt. Ich habe derzeit auch eigene Probleme und muss zu mir selbst finden aber ich möchte ihn nicht verlieren und für ihn da sein. Weiß nicht ob ich zu ihm ziehen soll...

Eisblume hat Kontakt aufgenommen

Kommentar von Franzi |

Moin zusammen,
mein Partner ist seit 14 jahren Soldat und sies mit laib und Seele. Bei mittlerweile 7 Einsätzen fehlt nun leider auch Afghanistan nicht. Wir reden tatsächlich über alles was er dort erlebt hat und arbeiten seit 19 Monaten daran dass es für ihn zumindest erträglich wird darüber zu sprechen ohne sich die Haut von den Knochen zu reißen (leider wortwörtlich). Seine Erlebnisse sind körperlicher Natur gewesen und nicht allein von der bloßen potentiellen Lebensgefahr ausgelöst, somit auch mehrfach getriggert. Er sieht zwar dass er eindeutig unter PTBS leidet möchte allerdings seinen Bs nicht gefährden. Gibt es im Raum Oldenburg anonyme Selbsthilfegruppen an welche wir uns wenden können? Nicht dass ich mich mit ihm überfordert fühle doch ich kann ihm nicht so helfen wie er es benötigt. Nächtliche Eskapaden rauben uns beiden den Schlaf und alltägliches muss zT gur geplant werden, auch eine latente Aggression in Verbindung mit Alkohol ist zwar bereits besser geworden doch nicht ganz vergangen.

Herzlichen Dank und lG Franzi

Eisblume hat Kontakt aufgenommen!

Kommentar von Mandu |

Hey =)

ich glaube, ich verzweifle an dem Mann der mir so ans Herz gewachsen ist...Wir sind seit 3 Monaten zusammen, ER seit 12 Jharen Soldat, einige Auslandseinsätze hinter sich, macht jetzt seinen Meister, ist ab Oktober nicht mehr bei der Bundeswehr und spricht kaum über das erlebte...

Die ersten Treffen waren toll, gekuschelt, geknutscht, intimität; alles was dazu gehört, aber seit 2 Moanten lässt er keine Nähe mehr zu.... Er zeigt mir auf andere Art und weise wie gern er mich hat, daran gibt es keinen Zweifel <3 Er ist der meinung keinen " psychischen Treffer " zu haben, allerdings fällt es ihm sehr schwer intimität und nähe zu leben.....

Ich weiß einfach nicht wie ich ihm helfen kann ! Er sagt, er hat die ganzen Jahre nur funktioniert, er weiß nicht mehr wie man mit einer Frau umgeht, was normalität heißt. Ich war jetzt so oft an dem Punkt diese Beziehung aufzugeben, aber er hat es einfach nicht verdient aufgegeben zu werden, nur weil er jetzt nicht wie ein " normaler " Mann funktioniert....

Vielleicht kann man mir hier ein paar Tips geben wie ich mit ihm umgehen soll.... Brauch er einfach nur Zeit ? Sollte er sich professionelle Hilfe holen ?

Ich verzweifle =(

Mandu

 

Eisblume hat Kontakt aufgenommen!