Gästebuch von PTBS Eisblume

Kommentar von cK |

Hallo Eisblume Team!

Ich habe mich hier durch die Beiträge gelesen und es treibt einem wirklich die Tränen in die Augen!
Daher wende ich mich mit großer Zuversicht an Sie, Ihre Organisation und Ihr Team!

Ein langjähriger Freund meines Mannes meldete sich nach Jahren zurück, weil er auf Facebook gelesen hat, daß die Tochter meines Mannes vor eineinhalb Jahren zu uns gezogen ist. Sie und seine Tochter waren damals sehr eng.
Er kommt zu Besuch!

Und irgendwann fängt er an zu erzählen:
Er hatte mehrere Einsätze in Afganistan und zuerst schien bei ihm alles in Ordnung. Bis er nach einer OP wegen innerer Blutungen und multiplen Organversagen mehrere Wochen im Koma lag. Seitdem, sagt er, ist eigentlich nichts mehr wie es war in ihm.
Um es kurz zu machen: er schläft seit Jahren nicht mehr, weil er im Kopf immer wieder in Afganistan aufwacht...
Daß er keinen Kontakt zu seiner Tochter hat, macht ihm ebenso zu schaffen. Er hat auch keine angemeldete Adresse mehr, wenn Sie verstehen! Er ist also komplett aus dem Leben katapultiert!

Wir wollen ihm helfen!
Aber wir brauchen psychologische Unterstützung für ihn!

Er hatte wohl die ein oder andere "Betreuung", allerdings, wenn er dann angefangen hat in die Details zu gehen, wurde ihm dann öfter bestimmt, daß "das wohl für den Rahmen zu heftig wäre"..

Er braucht Menschen, die sich mit dem PTBS professionell auseinandersetzen und keine Burn-out-Therapie.

.....
Meine Familie war seit Generationen beim Militär, Vater, Großvater, Onkel beider Zweige etc... Gedient bis a.D.
Krieg, ob man wollte oder nicht.

Ich erinnere Erzählungen meiner Tante, wie ihr Vater nach 5 Jahren Kriegsgefangenschaft aus Russland kam und über diese Zeit stumm blieb. Sie sollten die Erlebnisse von ihrer Familie fernhalten. Und auch heute ist es ihnen nicht vergönnt, daß die Nahesten zumindest im Ansatz nachvollziehen können, was in deren Erinnerungen stattfindet, womit sie im Inneren arbeiten müssen! Deswegen sind Initiativen wie die Ihre so wichtig!
.....

Er war bei uns und hat hier auch übernachtet. Wir haben es gehört, seine Unruhe..
Geruht, aufgestanden, hingelegt, im Bett aufgerichtet, aufgestanden, rausgegangen, den Weg auf- und abgelaufen, wieder reingekommen, hingelegt, und dann morgens um 4.30h 2 Stunden Ruhe...
Steht morgens auf, macht das Bett... Ecken glatt gezogen bis zum letzten Strich! Das Gästezimmer war penibelst aufgeräumt!
Dann kommt er in den Flur und meint: "Hier fühle ich mich sicher!"

Wir haben 2 Straßenhunde aus dem Ausland, eine ist unterunterunterwürfig-ängstlich-zurückhaltend!
Dann steht so ein riesiger Koloss von Mensch vor ihr im Garten, sie ist geduckt, schaut, aber sie geht hin, sie geht zu ihm und läßt sich anfassen und sie bleibt bei ihm sitzen!

Ich "SEHE" ihn!

Wir können ihm helfen!
Es ist reichlich Platz, er kann hier eine Adresse haben! Arbeit bekommen wir auch hin, er möchte auch Hilfe annehmen!
Allerdings braucht er einen kontinuierlichen Ansprechpartner für seine Erlebnisse in Afganistan!

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bei uns melden!

Beste sonnige Grüße,

ck

Eisblume hat geantwortet



Kommentar von Sina |

Guten Morgen, ich bin seit fast 6 Jahren mit einem ehemaligen Soldaten zusammen. Er war bei der KFOR im Kosovo Einsatz. Als ich ihn kennenlernte war sehr fürsorglich und aufmerksam, erzählte hin und wieder von seinem Einsatz, vor allem wenn er Alkohol getrunken hatte. Er erzählte mir Dinge, die ich mir nicht vorstellen konnte, woher auch. Ich habe ihm zugehört und versucht beizustehen.

Mit der Zeit wurde es immer schlimmer, als wenn jemand einen Schalter umlegt. Von jetzt auf gleich wurde er verbal aggressiv und eiskalt. Seine Albträume wurden immer öfter und heftiger.

Als sein Vater plötzlich verstarb, eine wichtige Person in seinem Leben, verschlimmerte sich die Situation bis heute. Ich möchte ihm gerne helfen, aber er lässt sich nicht helfen. Unser Zusammenleben wird immer schwieriger und ich weiss nicht, wie lange ich das aushalten kann. Ich bin einfach machtlos.

Ich wollte mir das einfach von der Seele schreiben, weil in meinem Umfeld nicht viel Verständnis dafür ist bzw. keiner weiß wie es in ihm aussieht.

Einen ruhigen Sonntag wünsche ich

Eisblume hat Kontakt aufgenommen

Kommentar von Eva |

Guten Morgen,
bin seit Tagen, Wochen, Monaten verzweifelt, weiß nicht mehr was ich tun kann, wie ich meinem Mann helfen kann. Aber von Anfang...
Ich habe meinen Mann vor 34 Jahren kennen gelernt. Wir (er 17 ich 16) trafen uns das erste Mal bei mir in Kärnten (A) - es war Liebe auf den ersten Blick, aber durch die Entfernung - er wohnte in der Nähe von Hannover - blieb es nur eine Sommerliebe. 20 Jahre später, in denen wir uns nur hin und wieder sahen, aber immer fühlten, das zwischen uns ein Band besteht, trafen wir uns am 19. Juni 2004 wieder und waren seither unzertrennlich. Beide hatten wir gescheiterte Beziehungen, aus denen bei mir 2 (1 Mädchen, 1 Sohn) bei ihm 1 Tochter hervorgingen, hinter uns. Jedoch beschlossen wir, unsere Liebe zu leben. Die Entfernung störte uns nicht, wir genossen jede Minute, die wir miteinander verbringen konnte. Die Kinder verstanden sich und so beschlossen wir im Jahr darauf zu heiraten. Das Glück in den Augen unserer Eltern weil wir uns endlich gefunden hatten, war unbeschreiblich. Es folgten von 2006 bis 2009 vier Einsätze in Afghanistan. Ich merkte eine Veränderung bei meinem Mann, da kamen oft Aggressionen aus dem Nichts. Oft sagte ich: "Bitte hol' dir Hilfe, es tut dir hier niemand etwas. Hier sind nur Menschen, die dich lieben." Es wurde wieder etwas besser. Wir verlebten Monate und Jahre der Liebe, redeten viel, lachten viel und manchmal gab es auch Streit, aber wo gibt es den nicht. Der nächste Tiefschlag kam, als 2014 und 14 Monate später seine geliebten Eltern verstarben. Er war ein Einzelkind, es blieb nicht aus das Elternhaus zu verkaufen, da er in seinem Heimatort keine Zukunft sah. Sein "Daheim" war ja inzwischen Kärnten. Hier ist alles, was ihm etwas bedeutet. Ein Haus, meine Eltern, meine Kinder, die ihn wahnsinnig liebgewonnen haben, tolle Nachbarn, die Berge, seine Jagd und natürlich ich. Diesen Sommer machten wir Urlaub auf Sardinien, "sein schönster" wie er bemerkt hat. Im Oktober schwört er mir noch seine Liebe und ab da ging es nur mehr abwärts. Er lachte nicht mehr, seine Körperhaltung sank zusammen, er nahm ab. Es kommen keine whatsapp mehr mit Smileys oder Herzen. Oft kommen gar keine Nachrichten mehr. Anfang Dezember meint er noch "Mein Herz wird meinen Verstand schon wieder gerade rücken!". Aber an Weihnachten kam er nicht, wie versprochen. Danach auch nicht mehr. Ich viel in ein Trauma, weil er sagte er kommt gar nicht mehr, er ist nicht mehr glücklich mit mir. Den Jahresanfang verbrachte ich im Krankenhaus. Danach begann er das erste Mal über seine Ängste mit mir zu sprechen. Ich sagte ihm immer und immer wieder: "Du musst nicht immer stark sein, du darfst auch Schwäche zeigen. Nimm dir Zeit!" Vor zwei Tagen kam er vorbei um mir das Ende unserer Ehe mitzuteilen und mir alle Fehler aufzuzeigen, die ich gemacht habe. Ja, ich weiß um meine Fehler, aber macht nicht jeder Fehler. Es gehören doch zwei dazu. Auch er hat Fehler gemacht. Aber in 2 Stunden Gespräch eine jahrelange Liebe abzuhaken??? Er verlässt alles was er hat, "um zur Ruhe zu kommen" wie er sagt. ...

Eisblume hat Kontakt aufgenommen

Kommentar von Lia |

Hey ihr Lieben,
erst einmal ein grosses Dankeschön an Eisblume für das Angebot, das ihr uns bietet, und die tolle Unterstützung und auch vielen, vielen Dank an meine Vorredner, die ihr eure Erfahrungen und Schmerzen hier geteilt habt. Bereits das Lesen eurer Beiträge hat mir schon viel geholfen, man fühlt sich plötzlich weniger allein...
Ich habe vor 8 Monaten einen umwerfenden Mann kennen gelernt, der mich extrem begeistert, mitreisst, beeindruckt... Auf vielen Ebenen verstehen wir uns sehr gut, ergänzen einander, haben viel Spass im Umgang miteinander und – auch wenn das sicher naiv klingt – ich habe mich noch nie so zu jemand hingezogen gefühlt. Er ist US-Amerikaner, ich bin Deutsche, und wir leben beide in Guatemala (er seit 14 Monaten, ich nun seit 3). Wir haben uns durch Freunde kennen gelernt und die ersten Monate zunächst nur per Internet Kontakt gehabt. Auf der einen Seite war es, als würden wir uns schon ewig kennen, auf der anderen Seite musste ich leider auch schnell ein anderes Gesicht kennen lernen: Ohne Vorwarnung gab es manchmal heftige Reaktionen auf mich oder grundlose Beleidigungen, die über Stunden anhielten, und keinen Auslöser hatten, der zwischen uns lag. Oft war Alkohol im Spiel... Er erzählte mir bald nach einem dieser Ausfälle, dass er eine PTBS habe, bald danach, dass er Alkoholiker sei... Er sei US-Soldat in Afghanistan und im Irak gewesen. (Heimkehr muss ca. Vor 5-7 Jahren gewesen sein, daraufhin habe er angeblich ein komplettes Jahr zurückgezogen gelebt und mit niemand gesprochen. Also, wirklich niemand!) „Ich bin ein Monster“, waren seine Worte, „halt dich lieber fern von mir, ich werde dich sonst nur zerstören!“ Ich weiss nicht, warum ich mich entgegen dieser Warnung, Warnungen meiner Freundinnen und meinem eigenen Warngefühl nicht ferngehalten habe. Diese Momente haben mich allein übers Nachrichtenschreiben so viel Energie und Stress gekostet, dass ich mir gar nicht vorstellen wollte, wie sich das Ganze aus der Nähe anfühlt.
Und es gibt Momente, die sind schrecklich... Niemals habe ich gedacht, dass ich mich jemals in solchen Situationen wiederfinden würde... Kontroll- und Dominanzverhalten, verbale Aggression, Beleidigungen, Drohungen, Sachbeschädigungen (auch meiner persönlichen Gegenstände), Versuche körperlicher Gewalt, die sich abwechseln mit dem absoluten Gegenteil – Beschützerwunsch seinerseits, Vorträge, dass ich grundsätzlich vorsichtiger sein soll, hohe Sensibilität und Empathie, wenn es um meine Gefühle und Wünsche geht... Und diese beiden Zustände können von einem Moment auf den anderen wechseln. Es fühlt sich an, als gäbe es nur die zwei Extreme – entweder liebt er mich über alles, will mich auf keinen Fall verlieren und ich bin die unglaublichste Freundin der Welt, oder er hasst mich, ich zerstöre sein Leben und bin für alles Unglück verantwortlich. Für mich ist das ganze wie eine wilde Achterbahnfahrt, er nimmt mich auf seiner Gefühlswelle mit und ich spüre, wie meine Stimmung immer mehr von seiner abhängt. Ich weiss, dass das nicht richtig ist, aber irgendwie stecke ich nun drin und weiss nicht ganz, wohin es weitergehen soll.
Aber das Wichtigste: egal, was ist, egal, worüber sich das Drama auslöst... Am Ende sind wir wieder im Krieg im Mittleren Osten. Alle Wege führen dahin... Es geht im schlecht, sein eigenes Verhalten quält ihn sehr und er steht sich damit selbst extrem im Weg. Er blockiert selbst seine Ziele, zwischenmenschliche Beziehungen lockern sich oder zerbrechen, er bringt sich in grosse Schwierigkeiten (wurde wegen aggressiven Verhaltens verhaftet vor einigen Wochen), was alles seine Frustration steigert. Er sagt, er habe mehrere Therapieversuche hinter sich und das habe angeblich nicht viel geholfen (eine Therapeutin habe sich auch geweigert, mit ihm weiterzuarbeiten, nachdem er angefangen habe, seine Erlebnisse zu schildern), Medikamente haben ihn eigener Aussage nach nur schläfrig gemacht und er scheint allen Glauben an Hilfe verloren zu haben. Er weint viel, bezeichnet sich selbst als verrückt, sagt, er habe mehrmals täglich Flashbacks, sagt, er kann mit sich selbst nicht leben, denkt gelegentlich an Selbstmord... Ich erlebe die physischen Symptome – plötzliches Herzrasen nachts, Nervosität, Zittern – und spüre die emotionalen auch im Stillen ganz deutlich, weil ich selbst sehr empathisch bin.
Ich weiss, dass ich selbst nicht viel machen kann. Nach jedem heftigen Tief entschuldigt er sich, verspricht mir, dass das nie wieder passiert (und NATÜRLICH WEISS ICH, dass es wieder passiert und dass das Versprechen leer ist... natürlich ist mir klar, dass er die Sachen, die er tut, nicht tut, weil es ihm Spass macht, sondern weil sie seiner Kontrolle entgleiten... NATÜRLICH weiss ich, dass er aufhören möchte, seine Emotionen zu trinken, aber dass das Versprechen, es wirklich zu tun, ihn im Grunde nicht näher ranbringt, solange er keine Unterstützung akzeptiert).
Puh, das war jetzt ein langer Roman... Aber es war gut, ihn loszuwerden. Trotzdem bleibt für mich die Frage, was ich tun kann... Vor allem für mich. Ich möchte die selbstständige, fröhliche Frau bleiben, die ich immer war und die ein stabiles Sozialleben hat, ihren Weg geht und nicht zu dem kriechenden Wurm mutieren, den ich an mir schon beobachte... dass ich mich entschuldige, obwohl ich keinen Fehler sehe, dass ich nachdem ich weggestossen wurde, gegen alle Windmühlen kämpfend, wieder ankomme, etc... Sind Distanz und getrennte Leben wirklich die einzige Lösung, wenn es um meine Unversehrtheit geht?
Vielen Dank an alle, die diesen Beitrag gelesen haben!
Lia.

Eisblume hat Kontakt aufgenommen. Wie jeder Leser hier feststellen kann, wird es auf die geographische Entfernung schwierig konkrete Hilfe zu leisten. Jedoch lassen wir auch Lia nicht allein!

Kommentar von Danny |

Hallo zusammen,

ich bin seit 2,5 Jahren mit einem Mann zusammen, von dem ich wusste, dass er ein halbes Jahr in Bosnien war, 4 Jahre Berufssoldat. Bislang hat er es immer vorgezogen, das Thema zu meiden. Sicherlich war es dort schrecklich, das weiß man ... doch dann veränderte sich unser Leben. Er veränderte sich, seine Fassade fing an zu bröckeln, weil ich, so wie er es nennt, einfach nicht aufhören kann zu fragen. Ja so bin ich, wenn mir etwas komisch vorkommt, brauche ich Antworten.

Er war mittlerweile sehr schnell aufbrausend, jede für mich Kleinigkeit (Schuhe stehen nicht gerade auf der Fussmatte, mein Kind hat etwas nicht weggeräumt etc) wurde für ihn zum Auslöser verbal agressiv zu werden. Und ja, das tut genauso weh, als wenn er uns geschlagen hätte.

Sein Handy war immer bei ihm. Seit ein paar Wochen zog er sich dann komplett zurück, war nur noch schlecht gelaunt, tickerte mit dem Handy, trank extrem viel.
Als ich nachfragte, pochte er auf seine Privatsphäre und ob ich ihm nicht vertrauen würde. Doch das tat ich, aber der Mann, den ich liebe, erkenn ich nicht mehr. Wir stritten und ich fragte ihn, ob er jemanden anders hätte. Ohhaaa ... wie konnte ich das nur fragen? Alle Erklärungen, die ich ihm gab, wurden abgeschmettert ... wieder Privatsphäre und Vertrauen.

Wie kann ich jemandem bedingungslos vertrauen, wenn er mich nach und nach aus seinem Leben wirft, Geheimnisse hat und jeder Frage ausweicht?

Das versuchte ich ihm zu erklären. Null Einsicht, ich würde ihn kontrollieren, er stellte auf stur und meinte dann nur, dann ist es wohl besser er geht, ich würde ihm ja alles zutrauen.

Ich konnte nicht fassen, dass ich auf einmal an allem Schuld sein sollte. Er ging mit dem Kopf durch die Wand.

Aber penetrant wie ich war dachte ich mir nur, gut ... es scheint ja eh alles den Bach runterzugehen, dann willst du es jetzt genau wissen. Gibt's eine andere? Was war der Auslöser für dieses Chaos.

8 Std. habe ich gebraucht .. ohhh nein, wir haben nicht geredet ... wir nutzten Whatsapp ... wir verletzten uns gegenseitig, drehten uns im Kreis, am Ende wollte er nur noch einen Termin, an dem er ausziehen sollte.

Aber ich sah nicht ein, dass ich das so einfach aufgab .. ich bohrte weiter und er knickte ein. Plötzlich stand er im Wohnzimmer und brüllte mir die Wahrheit ins Gesicht ... ich wäre mit einem Mörder zusammen, einem Massenmörder. Er habe getötet .. ja auf Befehl, aber er kann die Bilder nicht vergessen.

Ich erstarrte und er ging wieder in den anderen Raum. Er schmetterte mir das einfach so an den Kopf. Ich folgte ihm und konnte nicht fassen, was ich sah. Er weinte .. bitterlich.

Ich sah meinen Partner noch nie so am Ende. Was danach kam war an Grausamkeit nicht zu überbieten. Ich war die Erste, die ihm zuhörte, die Erste, der er das alles erzählt hat. Vor mir saß ein Mann mit Selbstmordgefühlen, einer der sich nichts mehr wert ist, einer der von der Bundeswehr alleine gelassen wurde. Funktionieren dürfen unsere Männer, aber danach können sie schön selber mit allem klar kommen. Wie soll das gehen?

Und was ist mit ihren Partnern? Wer hilft uns?

Wie es bei uns weitergeht, weiss ich noch nicht, aber ich bin nicht bereit, den Mann, den ich liebe, einfach so aufzugeben, nur weil er alleine gelassen wurde. Ob es klappt, weiss ich nicht ... aber geflüchtet ist er jetzt lange genug.

Was mir fehlt ist tatsächlich eine Anlaufstelle, eine mehr als kompetente. Denn seine Aussage: Da kriegt man als Soldat einen Studierten vorgesetzt, der max. auf Zielscheiben geschossen hat und der soll einen von diesem Albtraum befreien.

lg
Danny

Eisblume hat Kontakt aufgenommen