Meine Qualifikation:

Peer Ausbildung PTBS Hilfe
Peer Ausbildung

Gelbe Schleife Solidarität

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Birgit Klimkiewicz
Birgit Klimkiewicz

Birgit Klimkiewicz - zu meiner Person:

Mein Sohn - selbst Einsatzsoldat in Afghanistan - kam 2009 aus dem dritten Einsatz zurück. Nach seiner Rückkehr wurde eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) diagnostiziert. Das Familienleben änderte sich drastisch. Nie gekannte Ängste und Sorgen bestimmten den Tagesablauf der Familie. Auf meiner Suche nach Hilfe, musste ich feststellen, dass die Angehörigen von betroffenen Soldatinnen und Soldaten mit PTBS für die Bundeswehr nicht existieren.

So gründete ich im Februar 2010 eine Selbsthilfegruppe mit dem Namen Eisblume für Angehörige von an PTBS erkrankten Soldatinnen und Soldaten.

Als betroffene Mutter hatte ich damals keinen Ansprechpartner, geschweige denn Hilfe gefunden. Mir hätte es damals sehr geholfen, wenn ich mit meinen Ängsten und Fragen nicht so alleine gewesen wäre.

Gedanken und Wünsche, die mich damals beschäftigt haben:

  • Wie kann ich mich mit anderen betroffenen Angehörigen austauschen?
  • Bin ich in meinen Ängsten um meinen Sohn überspannt?
  • Wo setze ich ihm, auch in der Erkrankung Grenzen?
  • Muss und darf meine Sorge und Verständnis bist fast zur Selbstaufgabe führen?
  • Wie erleben andere Angehörige die Erkrankung, und wie gehen sie damit um?
  • Schade ich meinem Sohn, wenn ich nach außen gehe, mir Hilfe suche? „Verrate“ ich ihn?

Aus den Mails, die mich erreichen, sehe ich, dass auch bei Ihnen ein großes Bedürfnis besteht.

Mein Appell an Sie als die Familien und Angehörigen von Soldatinnen und Soldaten mit PTBS:

Ich weiß, dass es schwer ist, als betroffener Angehöriger eines Soldaten, Vertrauen zu finden.
Doch wenn man als Angehöriger an das psychische und physische Limit kommt, wird es für alle Beteiligten schwieriger.
Um Andere in dieser Situation konkret zu unterstützen, biete ich neben den Gesprächen konstruktive Hilfe an, bei allen Problemen, die sich aus der PTBS für die Familie ergeben.
Auch wenn sich der Soldat offiziell noch nicht zu seiner Krankheit bekannt hat, können Sie als Angehöriger in der Gruppe Unterstützung erfahren. Alles, was in der Selbsthilfegruppe für Angehörige und zu der Posttraumatischen Belastungsstörung Ihres Soldaten, besprochen wird, bleibt innerhalb der Teilnehmer.
Selbstverständlich helfe ich Ihnen auch weiter, wenn Sie mir eine Mail schreiben, oder mich anrufen, egal aus welcher Region sie kommen.

Ich selbst habe erfahren, wie sehr die Posttraumatsche Belastungsstörung die Familie beeinträchtigt. Nichts ist mehr wie es einmal war, und die Angst kommt hinzu, ob es jemals wieder besser wird.
Die schwerste Erfahrung für mich war, dass der Betroffene Soldat und wir Angehörigen nicht mehr dieselbe Sprache sprechen.
Jeder fühlt sich auf seine Art unverstanden. Daran zerbrechen ganze Familien, Kinder leiden und auch ihre Seelen nehmen Schaden.
Durch mein Engagement für die Familien bin ich nicht wirklich klüger geworden, was den Umgang mit dem Erkrankten Soldaten betrifft, zumindest nicht was meine eigenen Emotionen zu meinem Sohn betreffen. Denn egal wie alt er ist, er bleibt mein Kind, das ich schützen möchte, und ich kam nicht wirklich an ihn heran.
Ich habe nie Krieg erlebt. Ich habe dieses Einsatz-Land nicht gefühlt, gerochen und geschmeckt. Ich habe nie Tag und Nacht Angst um mein Leben haben müssen, vor hinterhältigen Selbstmordanschlägen. Auf mich ist nie eine Waffe gerichtet worden. Ich habe auch nie diese Kameradschaft erlebt, wo jeder bereit ist für das Leben des Anderen einzustehen. Ich habe nie Kinder sterben sehen, die auf Minen getreten sind. Ich habe nie gesehen, wie eine Frau gesteinigt wird. Ich war nie in einem Gefecht im Auslandseinsatz.
Aber ich habe wunderbare Soldatinnen und Soldaten kennen gelernt, die ihren Dienst tun, zu dem sie sich verpflichtet haben. Klagen ist nicht ihr Ding. Sie verhalten sich dem Dienstherrn gegenüber loyal. Das ist gut so. Aber diese Loyalität darf nicht zur Selbstverleugnung der eigenen Seele führen und damit auch zu großen Belastungen für die Familien.
Ich bin stolz auf meinen Sohn, dass er Einsatzsoldat ist. Ich bin stolz auf ihn, dass er sich der Erkrankung gestellt hat und zu meinem Engagement steht, obwohl ihm das nicht immer leicht fällt.
Er wird oft über meine Arbeit identifiziert. Er aber ist der Soldat Klimkiewicz, der das Schicksal mit vielen seiner Kameraden teilt, die durch Kriegseinsätze an der Seele erkrankt sind. Und diese Erkrankung ist kein Makel. Sie ist die Folge von höchsten Belastungen und Ereignissen, die wir uns hier zu Hause nicht einmal vorstellen können, geschweige denn verstehen.

Eisblume möchte mit Ihnen zusammen erreichen, dass wir in der Erkrankung eine gemeinsame Sprache finden, was uns allen in der Heilung des Traumas helfen wird, denn gemeinsam sind wir stark!

Wenn Sie Interesse daran habe, sich bei uns zu engagieren, dann rufen Sie mich an oder schreiben uns.

 

Kontakt: Birgit Klimkiewicz

Telefon: +49 (0) 22 37 – 56 197 58

Mobil: +49 (0) 177 – 78 73 911

Email: